„Watt mal Quadratmeter, dann hat man die Heizleistung." So entsteht in der Praxis die Größe vieler Wärmepumpen. Die Faustformel ist schnell und fast immer zu hoch. Die Folge ist eine Pumpe, die größer, teurer und im Betrieb schlechter ist als nötig.

Was die Heizlast ist

Die Heizlast ist die Leistung in Kilowatt, die Ihr Haus am kältesten Tag des Jahres braucht, um warm zu werden. Sie ist die Zielgröße, auf die jede Heizung ausgelegt wird. Berechnet wird sie nach DIN EN 12831 aus den realen Eigenschaften des Gebäudes: Fläche, Dämmzustand der Bauteile, Fenster, Lüftung. Genau diese Berechnung ersetzt die Faustformel durch einen Wert, der zum Haus passt.

Eine zu groß gewählte Wärmepumpe ist kein Sicherheitspuffer. Sie taktet: Sie springt häufig an und wieder aus, statt ruhig durchzulaufen. Das senkt die Jahresarbeitszahl, erhöht den Verschleiß und treibt den Stromverbrauch. Zur höheren Anschaffung der größeren Maschine kommen also laufende Mehrkosten Jahr für Jahr.

Bestandsgebäude, dessen Heizleistung korrekt ermittelt werden muss.
Die Heizlast kommt aus dem Gebäude, nicht aus einer Faustformel. Sie zu berechnen ist der erste Schritt jeder ehrlichen Planung. Foto: ImmoKonzept-Bestand

Eine zu groß geplante Wärmepumpe ist nicht sicherer. Sie ist teurer, in der Anschaffung und in jedem Winter.

Modellrechnung

Dasselbe Haus mit 16.000 kWh Heizwärmebedarf im Jahr. Einmal nach Faustformel ausgelegt, einmal nach berechneter Heizlast. Strompreis 0,28 €/kWh, Werte gerundet und illustrativ.

Position Faustformel
(W × Fläche)
Heizlast
(DIN EN 12831)
Ausgelegte Leistung12 kW8 kW
Jahresarbeitszahl (Takten)3,23,8
Stromkosten pro Jahr1.400 €1.179 €
Anschaffung (größere Maschine)+ 4.000 €Basis
Mehrkosten der Überdimensionierung 4.000 € + 220 €/Jahr

Über 20 Jahre summieren sich rund 4.400 € Betriebs-Mehrkosten und 4.000 € Mehr-Anschaffung auf etwa 8.400 €, dazu der höhere Verschleiß durch das Takten. Die Überdimensionierung zahlt sich an keiner Stelle aus.

Die JAZ-Werte und der Anschaffungsunterschied sind Richtwerte zur Veranschaulichung; reale Werte hängen von Gerät, Auslegung und Gebäude ab. Die belastbare Heizlast liefert allein die Berechnung nach DIN EN 12831 aus den Gebäudedaten, keine Faustformel.

Was Sie damit erreichen

Wer die Heizlast berechnen lässt, bevor er kauft, bekommt die kleinere, günstigere und effizientere Wärmepumpe, die zum Haus passt. Die Berechnung ist kein Papierkram, sondern die Grundlage, auf der Leistung, Stromkosten und Förderfähigkeit erst belastbar werden. Und sie entsteht aus genau den Gebäudedaten, die wir ohnehin aufnehmen: Fläche, Bauteile, Fenster, Lüftung. Einmal sauber erfasst, trägt diese Aufnahme die Heizungsplanung, den Sanierungsfahrplan und die Bewertung gleichermaßen.

Im Gespräch

Wir legen Ihre Wärmepumpe auf das Haus aus, nicht auf eine Faustformel.

Wir nehmen die Gebäudedaten auf und berechnen die Heizlast nach DIN EN 12831. So wissen Sie, welche Leistung Ihr Haus wirklich braucht, bevor Sie eine Maschine kaufen. Kostenfrei und ohne Verpflichtung.

Heizlast berechnen lassen